Über den Künstler

Daniel Thompson ist ein Künstler zwischen traditionellen Werten und unabläßlicher Neufindung. Er schafft Werke zwischen Wissenschaft und Technik, zwischen Found Object und Arte Povera, zwischen Theaterstück und Environment. Medienübergreifend hinterfragt er veraltete Theorien und konstituiert zugleich neue. So schafft er mal ein Objekt, in dem Bibel, Koran und Tora zu einer Einheit verschmelzen, mal hinterfragt er in einem Werksverbund aus Objekt, Performance und Installation die Farbtheorie des Bauhaus Professors Johannes Itten, empfindet letztendlich Asimovs Gesetze der Robotik als die größte Erfindung des 20. Jahrhunderts – studiert hat er jedoch Öl-Malerei. Es scheint, als wolle er die Welt zusammenhalten, in dem er sie aufdividiert.


Thompson versteht sich als Werkzeugmacher und die Kunst als die modernste Form der Kommunikation. Als Künstler tritt er deswegen auch als Iniziator verschiedener Projekte und Kunsträume in Erscheinung und wird so zu einer Institution für sich. Die Idee der Bauhaus-Lehre ist tief in seine Persönlichkeit übergegangen. So hat er ein aufklärerisches Sein, denkt interdiziplinär und ist in seinem Schaffensdrang unaufhaltsam.