BILDERWAHN FÜNF

BILDERWAHN FÜNF | PROZESS & INSTALLATION | Workshop vom 11.12. bis zum 15.12.2010 | Ausstellung vom 16.12. bis zum 21.01.2011

Der gegenwärtige Umgang mit Bildern im medialen Kontext verlangt ein Überdenken des Bildbegriffs in der Gesellschaft. BILDERWAHN FÜNF folgt dieser Verantwortung aus der Perspektive der Kunst. Die Tradition einer Ausstellung sucht durch prozeßhafte Überarbeitung die zeitgenössische Kontroverse ihres eigenen Themas. Zum 5. Mal lädt die Galerie Eigenheim am Ende eines Jahres nach Weimar. In der Zeit der Reflektion und des Vorrausschauens theamtisiert sie diesmal ein Spannungsfeld zwischen subjektiver Wahrnehmung und gesellschaftlicher Identifikation in Abhängigkeit der allseits dominierenden Medienrealität. Generierte Bilder bestimmen zunehmend die Gesamtheit individueller Wahrnehmung.

Dabei bleibt die Medialität selbst als Teil von Kommunikation und gesellschaftlichem Verständnis unreflektiert. Eigenständig ist sie jedoch als Träger von Information, wie das Bild im konventionellen Sinn. Das Bild, nicht nur in seiner Form als Objekt der Kunst, sondern als Symbol individuellen Verarbeitens und Darstellens menschlichen Bewußtseins begreift die gesellschaftliche Veränderung in ihrer Gegenwärtigkeit. Dies als Grundlage der Überlegung Bild als abstrakten inhaltlichen Rahmen zu verstehen – über den konventionellen Bezug zu Motiv, Rahmen und einer Zwei-Dimensionalität hinaus – bietet die Galerie Eigenheim in einem Workshop Raum für ein Experiment und den Diskurs, der zur anschließenden Ausstellung BILDERWAHN FÜNF einlädt.