HANDLUNG ZU ZWEIT

HANDLUNG ZU ZWEIT - NELE MÖLLER UND MAXIM LICHTENWALD | ERÖFFNUNG am 29.06.2013 um 20 Uhr mit IRK YSTE (DJ Set) ab 22 Uhr | DAUER 29.06. - 09.07. 2013 | ORT Galerie Eigenheim | Karl-Liebknecht-Str. 10, 99423 Weimar | INFO www.galerie-eigenheim.de I ÖFFNUNGSZEITEN Mi - So 16 bis 20 Uhr
Nele Möller und Maxim Lichtenwald - seit Jahren arbeiten sie eng zusammen, generieren künstlerisch Gemeinsamkeiten, formal wie inhaltlich, und finden über dies hinaus in der gemeinsamen Handlung auch den künstlerischen Ausdruck. Deutlicher gesagt sind intime Körperlichkeiten, gemeinsame Erlebnisse aber auch der Alltag Grundlage für die Motiv und Materialwahl. Waren sie beide Stipendiaten der Galerie Eigenheim in den Jahren 2012 und 2010, so wurden sie Teil des Geschehens vor Ort, Teil der engen Gemeinschaft um die Galerie. Nun scheint es so, als ob verschiedenen Abschnitten der künstlerischen Entwicklung ein Ende wie Neuanfang bevor stehe. So zieht es Nele Möller zum vertiefenden Studium nach Hamburg und Maxim Lichtenwald wird in diesem Monat sein Diplom vollenden. Um der Situation des Umbruchs einen würdigen Abschluss zu verschaffen, zeigen wir also eine kleine Auswahl ihrer aktuellen Arbeiten.
Zur Ausstellung selbst sagen die Künstler: Kunst ist wie Sex, man weiss nicht warum man es macht aber es fühlt sich gut an. Sex von der Natur aus als Mittel zur Fortpflanzung erdacht, wird nur noch selten für diese Genutzt. Wir ficken miteinander aus Vergnügen, zum Spass, für einen kurzen intensiven, nicht haltbaren Moment. Die Befriedigung nach dem Orgasmus, gleicht der Befriedigung nach dem Fertigstellen einer Arbeit. Doch hält dieses Hochgefühl viel zu kurz. Und so machen wir uns jedesmal aufs Neue dazu auf ein neues Werk zu tippen, zu sticken, zu ficken. Auf zu dem Genuss eins zu sein mit der Schreibmaschine, mit der Sticknadel, mit dem Anderen. Doch sind all diese Momente nur flüchtig, es drängt sich geradezu auf, diesen Augenblicke der Glückseeligkeit festzuhalten.
In monotoner Arbeitsweise, die so gar nicht dem intuitiven, exzessiven Handeln des Geschlechtsakt gleicht, bilden wir Errinnerungen und innere Bilder auf Papier und Stoff ab. Mit diesem meditativen Vorgehen, welches ein hohes Maß an Geduld und Feingefühl erfordert, stehen wir im Gegensatz zu Fotografien, die man heute mit einem schnellen Tastendruck auf der Digitalkamera oder dem Smartphone macht, um Errinnerungen festzuhalten. Und gleichzeitig vereinen wir uns mit diesen, da wir sie als Grundlage unserer Arbeit nutzen. Wir setzen die Stimmungen, die wir in verschiedenen Situationen aufnehmen, die als Fotografie ebenso aus Pixeln bestehen, in Pixel aus Faden oder Buchstaben um, dabei beeinflusst uns nicht nur Sex, sondern unser komplettes Umfeld und natürlich die Natur, aus der alles entsteht.

 

 

Wir freuen uns Sie zur Eröffnung am 29.06.2013 in die Galerie Eigenheim, Karl-Liebknecht-Str. 10 in Weimar zu Erfrischungsgetränk, Musik und natürlich Kunst einladen zu können. Die Künstler werden Eigenheim Typisch vor Ort sein.