Mats Staub

Mats Staub (CH) - 21 Erinnerungen ans Erwachsenwerden -
Eine Kooperation mit dem Kunstfest Weimar

Eröffnung 23.08.2014 // Dauer 24.08. - 07.09.2014
Frau Zirkelbach feierte 1939 ihren 21. Geburtstag, Herr Gebhard 1972, Frau Krejcikova 2001. In welchem Jahr sind Sie 21 geworden? Was hat sich in diesem Jahr ereignet? Und – wie sind Sie erwachsen geworden? 
Mats Staub nimmt sich viel Zeit mit Menschen verschiedenen Alters über diese Fragen zu sprechen und zeichnet ihre Berichte auf Tonband auf. Nach drei Monaten besucht er seine Protagonisten erneut: Während er ihnen die von ihm verdichteten Tonaufnahmen vorspielt, filmt er die Reaktionen in den Gesichtern der Zuhörenden. Sie reichen von Schmunzeln über Weinen, Gesten des Stolzes bis zum sichtbaren Nachsinnen über das selbst Gesagte.
 Als Videoinstallation porträtiert »21« die Erzählenden als Hörende ihrer eigenen Erinnerungen. Es ist ein intimer Moment dabei zuzusehen, wie Menschen anfangen über ihr Leben nachzudenken. Auf mehreren mit Kopfhörern versehenen Bildschirmen können die Besucher der Videoinstallation diesen Erinnerungen lauschen.
»21« ist ein Langzeitprojekt und erweitert sich von Ort zu Ort. Mit dieser wachsenden Sammlung von Einzelportraits entsteht eine außergewöhnliche Galerie des vergangenen und des gegenwärtigen Jahrhunderts. Nach Stationen in Frankfurt, Hannover, Bern, Stuttgart, Zürich und Belgrad wird die Arbeit nun auf Einladung des Kunstfests um Weimarer Biografien erweitert. Die Kunstprojekte des Schweizer Künstlers, Autors und Dramaturgen Mats Staub bewegen sich stets im Spannungsfeld zwischen Theater und Ausstellung, Journalismus und Wissenschaft und hinterfragen im Rahmen von verschiedenen Langzeitprojekten die Konstruktion von Erinnerungen. //