Residence
Ausschreibung Residence 2013
Sehr geehrte Freunde der Galerie Eigenheim,
In diesem Jahr wird das Residence als einmonatiges Artist in Residence Programm ausgeschrieben. Ganz dem Sinne des Namensursprungs der Galerie werden einem Künstler oder einer Künstlergruppe für den Monat August die Räumlichkeiten der Karl-Liebknecht-Str. 10 in Weimar für Präsentation, Arbeit und Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Zusammen mit unserem 3M Programm (Muse, Mentor, Marketing) liegt es uns stark daran dem Künstler während seines Aufenthaltes zu unterstützen und richtungweisend zu fördern.Hiermit fordern wir Künstler aller Richtungen aus dem In- und Ausland dazu auf sich bis zum 20.Juli 2012 für das Stipendium 2012 der Galerie Eigenheim zu bewerben. Ob Rauminstallation, Klang- oder Bewegungslabor, ob Malerei, Photographie oder Sozialexperiment – wir freuen uns auf vielseitige Einreichungen und ungewöhnliche Konzepte.
An das Residence ist keine finanzielle Unterstützung gekoppelt. Übernachtung und Unterkunft wird in Weimar zur Verfügung gestellt. Eine regelmäßige Anwesenheit während des Residence ist erwünscht.
Das Residence wird jährlich zum Mai ausgeschrieben und wird im September realisiert. Im Zeitraum 7. August bis 15. September ist ein tägliches Wirken in den Räumlichkeiten der Karl-Liebknecht-Str.10 möglich und gewünscht.
Residence für Kuratoren und Kulturmanager
In ihrer 7 jährigen Wirkungszeit in Weimar, konnte sich die Galerie Eigenheim als Institution für zeitgenössiche Kunst, als lebendiger Ort für alternative Kontroverse, und diskursives Leben etablieren. Dabei wird die Organisation von einem festen Team erarbeitet. In einer Galerie obliegt der Kuration dabei eine spezielle Aufgabe, die in der Gegenwart gemeinhin an jeder Ecke praktiziert – oder nicht praktiziert – und damit immer öfter weniger zu Ende gedacht wird.
In den Fokus rücken hier, neben der Kunst, vorallem die Bereiche der Wissenschaft und der Kommunikation. Ein weiteres Mal soll mit einem speziellen Programm dem Bedürfnis des Nachdenkens über die Zusammenhänge des Kunstverstehens und Kunstvermittelns Raum gegeben werden – in der Form, daß Gast-Kuratorenschaften ihre eigenen künstlerischen Kontexte präsentieren und zur Diskussion stellen können, sowie die Erarbeitung einer Ausstellung in Absprache mit der Galerie Eigenheim realisiert wird. Das Ergebnis wird dann für die Öffentlichkeit vom 26. Oktober bis 24. November 2012 zu besuchen sein.
Bewerbungen als Einzelperson oder Gruppe mit entsprechenden Konzepten (Thema / Künstler / Realisierungsschritte / erste Konkrete Methoden / usw.), bitte zusammen mit Lebensläufen, können formlos via Mail bis zum 20. August eingereicht werden.
Die Rechtswege sind ausgeschlossen…
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Die bisherigen Künstler in Residence waren:
2008 – Lars Wild (weitere Informationen unter der Rubrik Künstler)
2009 – Maxim Lichtenwald (weitere Informationen unter der Rubrik Journal of Culture)
2010 – Björn Jung
2011 – Maximilian Müller, Daniel Struzyna und Georg Treitz
2012 - Nele Möller
Bisherige Kuratoren in Residence waren:
2012 - Mark Matthes (Hamburg) zeigte die Künstler Lutz Rainer Müller (Leipzig), Donough McNamara (IRL), Jirka Pfahl (Leipzig) und Christoph Rothmeier (Berlin)
2011 - Manuela Dix und Christian Finger zeigten Alexander Neugebauer, Benjamin Dittrich und Sebastian Rabold
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2012 - Nele Möller
Nele Möller wurde 1990 in Ilmenau geboren. Nach ihrem Abitur studierte sie ein Semester Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar, arbeitete an verschiedenen Theatern im Bereich Kostüm- und Bühnenbild und entdeckte die Kultur Lateinamerikas auf einer sechs monatigen Reise. Danach wurde der Wille gestärkt, ihren weiteren Weg im Bereich der Bildenden Kunst zu suchen. Bei verschiedenen Ausstellungsprojekten, Installationen, sowie Materialexperimenten entstanden poetische, als auch raumumfassende Arbeiten. Im Zeitraum vom 07.08.2012 bis zum 15.09.2012 entstanden in der Galerie Eigenheim Rauminstallationen, welche das Plastische mit dem Performativen verbindet. Minimalistisch, poetisch, wie hintersinnig wird unser bereits fünfter Stipendiat in einem szenischen Gebilde ihre Fäden spinnen.
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Residence für Kuratoren und Kulturmanager
2012 - Mark Matthes (Hamburg) zeigt die Künstler Lutz Rainer Müller (Leipzig), Donough McNamara (IRL), Jirka Pfahl (Leipzig) und Christoph Rothmeier (Berlin)
Die Kooperation der fünf Künstler aus Leipzig, Berlin und Hamburg schafft vielschichtige Überlagerungen von Informationen, Zeichen, Spuren und Raumkonzepten. Im Galerieraum visualisieren sich Aktionen und gestische Interventionen, die Zitate aus dem Feld der Kunst mit der alltagskulturellen und gesellschaftlichen Gegenwart zu einem dichten Tableau von Erzählungen verbinden. Sie reisen an mit ihren individuellen Werkzeugen und Utensilien, um auf die Gegebenheiten des Galerieraumes zu reagieren. Sie erweitern ihren Handlungsspielraum ausserhalb tradierter Bildformate, indem sie durch einfache Handgriffe, die der direkten Umsetzung vorausgehender Ideen entsprechen, den Raum und alltägliche Gegenstände neu interpretieren und verfremden. Verwechslungen von Original und Abbild, Zufall und Inszenierung werden provoziert, Oberflächen imitiert und abstahiert.So spielt der Titel “Eyeliner” auf das Nachziehen von schon vorhandenen Konturen und das Schärfen des Blickes an, um die Spuren der Künstler zu lesen.
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2011 – Maximilian Müller, Daniel Struzyna und Georg Treitz
Zwei Wochen haben die drei Stipendiaten der Galerie Eigenheim, die Studenten der Kunstakademie Düsseldorf Maximilian Müller (Malerei), Daniel Struzyna (Skulptur) und Georg Treitz (Malerei), einen Keim
wachsen lassen welchen sie aus Düsseldorf mitbrachten. An den Wänden, wie im Raum hat er sich seinen Weg geebnet. Unaufhaltsam nahm er die Galerie ein und wurde uns dennoch nicht zum Feind – doch mehr zum Freund. Ein neues Stück Leben eines anderen Planeten, welches nun in der Galerie Eigenheim neuen Nährboden gefunden hat und die Vorgeschichte, in Form eines Wandcomics konnte begutachtet werden. Eine wunderbare zusammenarbeit in welchem sich die künstlerischen Eigenheiten eines jeden der drei heraustraten und verbanden. Die formale Malerei des Georg Treitz, die grelle Farbigkeit des Maximilian Müllers und die Formensprache des Bildhauers Daniel Struzyna.
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2010 – Björn Jung - OBJEKTZENTRIERTES VERHALTEN
Mit dem städtischen Tag des offenen Ateliers in Weimar wird die Galerie Eigenheim ihren diesjährigen Stipendiaten BJÖRN JUNG vorstellen. Bereits zum dritten Mal fördert die Galerie Eigenheim mit ihrem Muse | Mentor | Marketing – kurz 3M-Programm – die Entwicklung eines jungen Künstlers im Kontext ihres künstlerischen Profils und im Dialog zu ihren Hauskünstlern.
BJÖRN JUNG interessiert besonders durch seine spielerische und konzeptionelle Herangehensweise an künstlerische Interventionen, die vorallem durch seine nicht zu sättigende Neugier und unbedingtes Interesse an naturwissentschaftlichen Phänomenen motiviert ist. Seine Arbeiten, die multimedial und auch interaktiv sein können, setzen sich mit menschlicher Wahrnehmung und zwischenmenschlicher Kommunikation, sowie deren Bedingung im Zeitalter digitaler Medien auseinander. Youtube Recherchen sind dabei eine Möglichkeit zur Verfügung gestelltes Wissen zu selektieren und neue Querverbindungen zu schaffen. Der stark wissenschaftliche Ansatz in BJÖRN JUNGs System-Verständnis, strebt nach ganzheitlicher Wahrnehmung und findet so auch immer Antworten spiritueller Natur. BJÖRN JUNG präsentiert unter dem Titel OBJEKTZENTRIERTES VERHALTEN modellhafte Anordnungen, Experimenten gleichende Arbeiten, die sowohl einem physikalischen Verständnis als auch eigener Phänomenologie auf der Spur sind. Als Mitglied der Künstlergruppe HANA HANAKO (Takahito Irie, Björn Jung, Tilman Porschütz) passiert sein Schaffen im Schulterschluß zum Hauskünstler Tilman Porschütz und wirkt über seine technischen Anordnungen ergänzend im internen künstlerischen Dialog der Gruppe Eigenheim. Unter den ausgestellten Exponaten findet sich eine alternative Luftmeßstation, die im Ausstellungszeitraum verschiedene Feinstaubbilder erzeugt, Grafiken und Fragmente einer Sitzbank, welche er kürzlich für das Gau-Forum Weimars entwickelte.
BJÖRN JUNG, 1978 in Gießen geboren, studierte Bachelor of Fine Arts an der Bauhaus-Universität in Weimar und befindet sich derzeit im angeschlossenen Masterstudium. Er ist Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes Kunst / Design und konnte bisher u.a. künstlerische Projekte in Zusammenarbeit mit der Halle 14 (Spinnerei / Leipzig), dem Goethe Institut (Rom / Italien) und dem DNT-Weimar umsetzen.







