BERLIN: ME[ ]R - Michal Schmidt in Solo

Malerei, Zeichnung und Installation Eröffnung am 24.06. um 19 Uhr // Dauer 24.06. – 23.07.2016

WEIMAR: Erdung / Grounding

Gruppenausstellung der Künstler der Galerie Eröffnung am 15.07. um 19 Uhr im Gärtnerhaus des Weimarhallenparks

WEIMAR – Die Galerie Eigenheim ist in neue Räume gezogen

Seit Juni 2016 befindet sich die Galerie Eigenheim im Gärtnerhaus des Weimarhallenparks Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Weimar

ÖFFNUNGSZEITEN

WEIMAR (Gärtnerhaus des Weimarhallenparks) Do. bis Sa. 16 – 19 Uhr und immer nach Vereinbarung BERLIN (Linienstrasse 130) Dienstag - Samstag 12 bis 19 Uhr / Sonntag 14 bis 19 Uhr

Galerie Eigenheim Weimar


01.06. 10.07.2016
DER KULA RING - Eine Ausstellung des Goethe Institutes im Rahmen des Kultursymposiums Weimar 2016

15.07. 13.08.2016
Grounding/Erdung - Gruppenausstellung der Künstler der Galerie Eigenheim

20.08. — 04.09.2016
AKINBODE AKINBIYI (D/NGA) - Wanderung in urbanen Zeiträumen - Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Kunstfest Weimar

 

Erdung / Grounding - Gruppenausstellung der Künstler der Galerie


Eröffnung 15.07.2016

Dauer 15.07. – 13.08.2016 

mit Benedikt Braun / Enrico Freitag / Julia Scorna /  Adam Noack / Stefan Schiek / Michal Schmidt / Christiane Wittig / Konstantin Bayer / Moritz Wehrmann und Martin Mohr

Hiermit laden wir herzlich zur Eröffnung der Ausstellung Erdung / Grounding in die Galerie Eigenheim im Gärtnerhaus des Weimarhallenparks am 15.07.2016 um 19 Uhr ein.

Die Galerie Eigenheim Weimar/Berlin vertritt neben aktueller chinesischer Kunst hauptsächlich Absolventen der Bauhaus-Universität Weimar. In dieser Ausstellung wollen wir einen Einblick in das aktuelle Schaffen der von uns vertretenen Absolventen dieser Universität gewähren. Seit Mai 2016 befindet sich die Galerie im Gärtnerhaus des Weimarhallenparks. Dies nehmen wir zum Anlaß, die Lage des Gebäudes im idyllisch reizvollen Park als inhaltliche Klammer der ersten Gruppenausstellung der Galerie Eigenheim in diesen Räumlichkeiten heran zu ziehen. Der Titel Erdung / Grounding geht dabei auf die Neuansiedlung der Galerie genauso ein, wie die Findung und Neuorientierung der Absolventen nach dem Studium. Als zentrales Konzept in der bioenergetischen Analyse geht dieser Begriff jedoch weit darüber hinaus. Das Grounding läßt sich, nach Clauer und Winkler*, als der aufrechte Gang im Schwerefeld der Erde mit Kontakt zum Boden, mit Standfestigkeit und Eigenständigkeit; als Fühlkontakt mit allen Bereichen der eigenen Körperlichkeit; als Verwurzelung in der Wahrnehmung des Körper selbst; als Verbundenheit mit der eigenen Geschichte, dem Verstehen der eigenen Biografie; die Fähigkeit Beziehungen einzugehen und aufrechtzuerhalten, sowie als Voraussetzung für emotionale Haltekraft lesen und so in Bezug auf die Herausforderungen des freien künstlerischen Lebens verstehen.

(*J. Clauer: Zum Grounding-Konzept...,Gießen 2009, ISSN 1610-5087 / S. Winkler: Das Grounding...,Osnabrück 2011, ISSN 0946-8846)

 

Akinbode Akinbiyi in Solo - Wanderung in urbanen Zeiträumen


Eröffnung 20.08.2016 um 18 Uhr

Dauer 20.08. – 04.09.2016 

Eine Ausstellung des Kunstfests Weimar in Kooperation mit dem Goethe-Insitut im Gärtnerhaus des Weimarhallenparks (Asbachstrasse 1)

Das Staatliche Bauhaus Weimar hatte sich vor knapp 100 Jahren die Verwirklichung einer Gesellschaftsutopie zum Ziel gesetzt: Kunst, eine kreative Gestaltung des sozialen Alltags sowie die Schaffung von funktionalem Wohn- und Lebensraum sollten ineinandergreifen. Diese Ideen sind bis heute maßgeblicher Bestandteil von Forderungen und Idealen internationaler Architektur – und angesichts der millionenfachen weltweiten Migrationsbewegungen wieder hoch aktuell. Aber lassen das derzeit zu beobachtende rasante Wachstum der Städte und die gleichzeitige Verödung ganzer Landstriche überhaupt noch nachhaltige Raumplanung zu?
In seinen Fotografien sucht Akinbode Akinbiyi diese Fragen zu ergründen. Der nigerianische Künstler hat sich zur Aufgabe gemacht, das Leben in Megacities zu dokumentieren – insbesondere in rapide wachsenden afrikanischen Großstädten wie Lagos, Johannesburg, Kairo und Kinshasa. Seine Arbeiten legen ein eindrückliches Zeugnis davon ab, wie Menschen heute miteinander kommunizieren, nebeneinander existieren, wie Raum verhandelt wird und was noch als privater und was als öffentlicher Raum wahrgenommen wird.
Akinbiyi studierte in Nigeria, England und Deutschland, wo er seit mehr als 25 Jahren in Berlin als Fotograf, Kurator und Schriftsteller tätig ist. Als Wandler und Mittler zwischen den Welten gründete er zuletzt eine interkulturelle Kunstschule: Gemeinsam mit dem Goethe-Institut Nigeria initiierte er eine Meisterklasse für junge Fotograf*innen, aus der sich ein Grenzen überwindendes Projekt zur Vernetzung von Fotografie-Schulen in Afrika entwickelt hat.

 

Galerie Eigenheim Berlin


24.06. — 23.07.2016
ME[ ]R – Michal Schmidt in Solo
Malerei, Zeichnung und Installation

ab 10.08.2016
Caucasso Lee Jun als Artist in Residence – Fotografie und Installation

07.10. – 31.10.2016
Europäischer Monat der Fotografie Berlin - Gruppenausstellung mit Absolventen der Bauhaus-Universität Weimar / kuratiert von Nina Röder

 

ME[ ]R - Michal Schmidt in Solo - Malerei, Zeichnung und Installation


Eröffnung 24.06.2016

Dauer 24.06. – 22.07.2016 

Extra 22.07. ab 19 Uhr Künstlergespräch zur Finissage

Hiermit laden wir Sie herzlich zur Solo Ausstellung von Michal Schmidt in die Galerie Eigenheim  Berlin ein. Die Eröffnung findet am 24.06.2016 um 19 Uhr in der Linienstrasse 130 in 10115 Berlin statt.

Boote sind Fortbewegungsmittel, bieten Schutz vor entfesselten Naturgewalten und erschließen Lebensräume, Nahrung und Ressourcen. Doch ihre Bedeutung reduziert sich nicht nur auf Bewegung im pragmatisch physischen Sinn, sondern steht auch für geistige Mobilität und Veränderung. In den fundamentalen Schriften der großen Religionen, wie in unzähligen Schöpfungsmythen verschiedener Naturvölker spielen Boote eine zentrale Rolle, sind Symbol für Anfang, Ende und steten Wandel. Sie sind verbindendes Element der Gegensätze von Heimat und Fremde, sind nicht nur Fracht- sondern auch essentielle Hoffnungsträger, ermöglichen Rettung, Flucht und Migration, bedeuten Angst und die Möglichkeit, Schiffbruch zu erleiden und zu scheitern.

Michal Schmidt erkennt in den erschütternden Bildern anonymer Flüchtlingsdramen alte mythologische Muster und verleiht diesen einen aktuellen Fokus. Darüber hinaus bedeutet die Ausstellung ME[ ]R für den Künstler eine autobiographische Auseinandersetzung mit der eigenen Kindheit und einer damit verbundenen persönlichen Schöpfungsgeschichte.

Charakteristisch, auch für Michal Schmidts neue Arbeiten, sind narrative Momente  – mal persönlich, häufig skurril, oft politisch motiviert, aber selten aufklärerisch. Es geht um das Erkennen und Entlarven menschlicher Handlungsmuster- um Macht, Versuchung, Konsum, Lust, Verlust, aber auch Angst, um individuelle Erkenntnisprozesse und sozialdynamische Energien. Die gestalterischen Mittel sind nicht auf ein Medium reduziert, sondern vielgestalt, je nach Idee und künstlerischer Intention. Die zwei- und dreidimensionalen Werke zeigen sich als  populärkulturelle, oft kulturgeschichtliche Zitate und Vermengungen  und schaffen vielseitige Versuchsanordnungen und Zeugnisse verschiedener Befindlichkeiten.
 

real image kitchen 2 - Caucasso Lee Jun als Künstler in Residenz


Ankunft 10.08.2016

Dauer 10.08. – 27.09.2016 


Seit 2008 arbeitet die Galerie Eigenheim mit dem in Shanghai ansässigen ausnahme Künstler Caucasso Lee Jun zusammen. Nun ist es endlich soweit und wir laden den Künstler zu einem Aufenthalt nach Berlin ein. Ziel ist es die, 2009 mit Caucasso Lee Jun und anderen Künstlern in Shanghai realisierte Ausstellung real image kitchen neu aufleben zu lassen. Während der Entwicklung dieser Ausstellung wird der Künstler verschiedene Reisen in europäische Hauptstädte unternehmen und diese Eindrücke in der Ausstellung einfließen lassen.

Durch Lee Juns Technik, welche im Anschluss eine kurze Erklärung finden soll, bringt er die Fotografie aus dem festhalten eines Momentes durch ein einziges Bild heraus, hin zur Darstellung einer Bewegung in der Verbindung mit der verstärkten Darstellung von Tiefe und Raum. So belichtet Lee Jun zeitgleich mit je einer Kamera selber Bauart zu beiden Händen, bestückt mit gleichem Filmmaterial frei aus dem Handgelenk auf den Motivpunkt fokussierend. Nach eigener Filmentwicklung arbeitet er bei der Vergrößerung im Sandwichverfahren, legt  beide  entstandenen  Negative  übereinander, und ist durch Verschiebung beider Negative auf der Suche nach seinem Bildfokus. Je nachdem auf welchen Bildteil er seinen Fokus legt entstehen über Perspektive, Bewegung und Zeitverzögerung Dopplungen und Artefakte. Parallaxe, Akkomodation und Konvergenz werden nachgebildet und als Teil menschlicher Wahrnehmung künstlerisch verarbeitet. Über  die  Jahre hat er  seine Technik so verfeinert, dass man sagen kann, dass Lee Jun begonnen hat den Moment der fotografischen Handlung durch zwei Augen zu sehen. Die fotografische Abbildung begreift der Künstler als Objekt, den analogen Prozess des gesamten Produktionsablaufes als skulpturalen Akt, sodass nachvollziehbar wird, dass Lee Jun Skulptur studierte. Dabei einbezogen werden all in dem Prozess der Fotografie benötigten Materialien. Allen voran die Kameras, das Filmmaterial, der Vergrößerer, die Papiere und Chemikalien, das Silber und Licht.

Wir freuen uns auf eine unvergessliche Zeit und eine spannende Ausstellung, welche durch andere beteiligte Künstler wie Julia Scorna und Konstantin Bayer, eine internationale Ergänzung findet.

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Weitere Ausstellungen unserer Hauskünstler

Enrico Freitag
Stipvisite, Thüringer Stipendiaten für Bildende Kunst 2015, Kunsthalle Erfurt/Galerie Waidspeicher
Dauer: 24.07. – 04.09.2016
Eröffnung: 23.07.2016 um 19 Uhr

Julia Scorna
Le Palais des monteurs, Palais de Tokyo, Paris
Dauer: 14.07. – 11.09.2016
Eröffnung: 13.07.2016 um 18 Uhr
http://www.palaisdetokyo.com/en/event/le-palais-des-monteur

Julia Scorna
Sights of evolution
L'amour, Bagnollet (Ile de France)
Dauer: 18.08. – 30.08.2016
http://www.facebook.com/24MOLIERE